Chronik der Alten Schule

1647 führte Herzog August der Jüngere im Herzogtum Braunschweig die allgemeine Schulpflicht ein. Damit ist anzunehmen, dass es seitdem in Melverode eine Schule gab – zumal das Dorf schon seit dem frühen 9. Jahrhundert bestand. Die Kirche trug damals die Verantwortung für den Unterricht. Der Schulmeister übte zugleich das Amt des Küsters oder Opfermannes aus und stand unter der Aufsicht des Pfarrers. Handwerker waren als Lehrer nicht vorgesehen; vielmehr sollten Lehrende ausgewiesene Schreib- und Lesekenner sein.

Bis zum Jahr 1910 war die Schule im Haus Kirchplatz 1 (ehemals Hotel-Restaurant „Königshof“, vormals Gastwirtschaft „Zur Eiche“). 1910 wurde dann ein neues Schulgebäude eingeweiht, das heute als Begegnungsstätte „Alte Schule“ dient. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zu etwa 50 % zerstört. Nach der Instandsetzung fand dort bis 1961 (teilweise bis 1964) wieder Unterricht statt. Mit der Entstehung der Vorstadtsiedlung Melverode wuchs der Platzbedarf, so dass man 1961 den ersten und 1964 den zweiten Bauabschnitt der neuen Grundschule in der Görlitzstraße bezog.